TERMINE BEIM NATIO­NAL­THEATER MANNHEIM

CURRI­CULUM:

ab Okt. 2018: Ensem­ble­mit­glied Natio­nal­theater Mannheim
Sept. 2014 — Sept. 2018: Ensem­ble­mit­glied am Staats­theater Darmstadt
bis Juni 2014: Student der Hochschule für Musik, Theater, Medien Hannover

THEATER:
Die Sehnsucht der Veronika Voss | 2019 | NTM | Rainer Werner Fassbinder | R: Jennifer Peterson | Rolle: Max Rehbein u.a.
Warrten auf Godot | 2019 | NTM | Samuel Beckett | R: Sandra Strunz | Rolle: Pozzo
Der Würge­engel | 2019 | NTM | nach dem Film von Luis Buñuel | R: Anna-Elisabeth Frick | Rolle: Doktor
Der Steppenwolf | 2019 | NTM | Roman von Hermann Hess | R: Dominik Günther
Judas | 2018 | Natio­nal­theater Mannheim | Monolog von Lot Vekemans | R: Philipp Rosendahl
Das weisse Band | 2018 | STD | R: Christoph Frick | Rolle: Arzt u.a.
Der Menschen­feind | 2018 | STD | Komödie von Molière | R: Maria Viktoria Linke | Rolle Philinte
Reise um die Erde in 80 Tagen | 2017 | Livehör­spiel Staats­theater Darmstadt | R: Eike Hannemann
Ruf der Wildnis / Stimme des Kapitals | 2017 | STD | Roman von Jack London | R: Christian Weise
Die Orestie (Aischylos) | 2017 | STD | R: G.Rueb | Rolle: Athene
Faust (Goethe) | 2016 | STD | R: B.Bruinier | Rolle: Wagner/Faust
Die Räuber (Friedrich Schiller) | 2015 | STD | R: Christoph Bornmüller | Rolle: Roller
Prometeo, Oper von Luigi Nono | 2015 | STD | R: K.Wiegand | Rolle: Prometeo (Sprecher)
Schulden. Eine Befreiung! (David Graiber) | 2015 | STD | R: M. von zur Mühlen
Bericht für eine Akademie (F. Kafka) | 2015 | STD | R: S. Hintze, R. Lang; S. Koch
Hiob (Joseph Roth) | 2015 | Kammer­spiele Bad Godesberg | R: Sandra Strunz | Rolle: Menuchim
Prinz Friedrich von Homburg | 2014/2015 | Staats­theater Darmstadt | R: Juliane Kann | Rolle: Prinz Friedrich
Madame Bovary | 2014 | Staats­theater Darmstadt | R: Moritz Schönecker | Rolle: verschiedene
Paradies | 2014 | Staats­theater Darmstadt | R: Maria Ursprung
Bambiland | Elfriede Jelinek | 2014 | Kultur­zentrum Faust | R: Nora Somaini
Nach Moskau? | 2012 | Studio­theater Hannover | R: J. Konieczny | Rolle: Tsche­butykin

FILM | TV:
Großstadt­revier | 2018 | Folge 405 | ARD | Rolle: Pfarrer Böhm
Draußen in meinem Kopf | 2018 | Spielfilm | R: Eibe Maleen Krebs | Juna Film | Rolle: Sven
Sturm der Liebe | 2014 | Bavaria Film | Rolle: Tim Adler
Hilft nur Küssen | 2013 | Spielfilm | R: R. Olshan
Vier Tage im Mai | 2011 | R: A. v. Borries | X‑Filme
Sturm der Liebe | 2009-10 | Bavaria Film

SPRECHEN:

Lebt! | Sprecher | 2017 | Gedichts-CD | Pelle Pershing (Hrsg.)
Vielfalt macht Schule | Sprecher | 2015 | Film/DVD | 5050media
Populär­musik aus Vittula (Mikael Niemi) | 2015 | Litera­turma­rathon WDR
Unter Wasser (Chris Inken Soppa) | 2015 | Litera­turma­rathon WDR
Weine nicht um die vergossene Milch | 2013 | NDR, SWR | R: A. Schumacher
Große kleine Schwestern | 2013 | Feature | NDR | R: L. Koppelmann
Bosnien-Blues | 2013 | Feature | NDR | R: G. Maio
Hommage á Paul Hindemith | 2013 | NDR Radio­phil­har­monie

SONSTIGE SEIT 2012 GEARBEITETE ROLLEN:
Rotpeter | Bericht für eine Akademie | Franz Kafka
Kreon | Antigoné | Sophokles
Hamlet | Hamlett­ma­schine | Heiner Müller
Léonce | Léonce und Lena | Georg Büchner
Vater Mutter Kind | Amoklauf mein Kinder­spiel | Thomas Freyer
Eraste | Die Lästigen | J.-B. Molière
Gebrüder Moor | Die Räuber | Friedrich von Schiller
Der Falke | Fremdes Haus | Dea Loher
Erste Stimme | Unter dem Milchwald | Dyllan Thomas

PREIS BEIM SCHAU­SPIEL­SCHUL­TREFFEN:
Die Studie­renden des 3. Studi­en­jahres haben in Berlin beim Schau­spiel­schul­treffen 2013 mit dem Projekt “Nach Moskau!?” den Publi­kums­preis / Preis der Studie­renden gewonnen.

Wer kennt sie nicht, die drei Schwestern und ihre Sehnsucht. „Nach Moskau! Nach Moskau!“ Heraus aus dem einge­schränkten Leben in der russi­schen Provinz, weg von der herrsch­süch­tigen Schwä­gerin, die sie mehr und mehr aus ihrem Haus verdrängt. Weg von dem spiel­süch­tigen Bruder, der ihren Anteil am Erbe verspielt hat. Nie werden sie nach Moskau kommen. Und auch die zweite Hoffnung auf ein erfülltes Leben durch Arbeit wird scheitern. Eine realis­tische Bühne, ein kleiner Guckkasten mit zwei Zimmern, Enge. Dann nur das Bett der Schwestern Olga und Irina, ihre Insel im sturm­ge­peitschten Alltag. Obwohl die Schau­spieler vom ersten Akt gerade mal den Schluss andeuten, den vierten hier ganz weglassen mussten, geht nichts vom Kern der Geschichte verloren. Sich selbst betrügen und betrogen werden.

Schön drastisch gelingt den Schau­spielern der Versuch im Haus der Schwestern, durch Gesel­ligkeit etwas Heiterkeit, Ausge­las­senheit zu beschwören, bis hin zum Tanz von Irina auf dem Tisch. Insgesamt herrscht eine manchmal etwas derbe Tragi­komik, ein bisschen viel Russen-Klischee, dann gelingt wieder eine Zartheit, ein hübsch zweideu­tiges Spiel mit dem Text. Der bemüht sachlich geführte Dialog von Mascha und dem Oberst etwa wird begleitet von sexuellen Handgreif­lich­keiten. Sehr komisch! Insgesamt ist die Spiel­weise des Ensembles etwas zu unter­schiedlich, einige neigen zur komischen Nummer, andere füllen ihre Figur mehr psycho­lo­gisch. Auch bemer­kenswert, wie selbst­ver­ständlich Samuel Koch in das Ensemble integriert ist. Als illusi­ons­loser Arzt im Rollstuhl zeigt er eine überzeu­gende Leistung. Er fährt aggressiv, er fährt komisch und immer virtuos. Jeder Blick, jeder Satz kommt ganz von innen, trocken und leise. Große Begeis­terung und Preis der Studie­renden für einen heiteren, tempe­ra­ment­vollen Tschechow.