• Samuel Koch 09

April 2017

30Apr19:30THEATER Die OrestieStaatstheater Darmstadt

Mai 2017

20Mai19:30THEATER Die OrestieStaatstheater Darmstadt

25Mai19:30THEATER Faust. von Johann Wolfgang von GoetheStaatstheater Darmstadt

Juni 2017

2Jun19:30THEATER Die OrestieStaatstheater Darmstadt

CURRICULUM:
ab Sept. 2014: Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt
bis Juni 2014: Student der Hochschule für Musik, Theater, Medien Hannover

THEATER:
Die Orestie (Aischylos) | 2017 | Staatstheater Darmstadt | R: G.Rueb | Rolle: Athene
Faust (Goethe) | 2016 | Staatstheater Darmstadt | R: B.Bruinier | Rolle: Wagner/Faust
Die Räuber (Friedrich Schiller) | 2015 | Staatstheater Darmstadt | R: Christoph Bornmüller | Rolle: Roller
Prometeo, Oper von Luigi Nono | 2015 | Staatstheater Darmstadt | R: K.Wiegand | Rolle: Prometeo (Sprecher)
Schulden. Eine Befreiung! (David Graiber) | 2015 | Staatstheater Darmstadt | R: M. von zur Mühlen
Bericht für eine Akademie (F. Kafka) | 2015 | Staatstheater Darmstadt | R: S. Hintze, R. Lang; S. Koch
Hiob (Joseph Roth) | 2015 | Kammerspiele Bad Godesberg | R: Sandra Strunz | Rolle: Menuchim
Prinz Friedrich von Homburg | 2014/2015 | Staatstheater Darmstadt | R: Juliane Kann | Rolle: Prinz Friedrich
Madame Bovary | 2014 | Staatstheater Darmstadt | R: Moritz Schönecker | Rolle: verschiedene
Paradies | 2014 | Staatstheater Darmstadt | R: Maria Ursprung
Bambiland | Elfriede Jelinek | 2014 | Kulturzentrum Faust | R: Nora Somaini
Nach Moskau? | 2012 | Studiotheater Hannover | R: J. Konieczny | Rolle: Tschebutykin

FILM | TV:
Sturm der Liebe | 2014 | Bavaria Film | Rolle: Tim Adler
Hilft nur Küssen | 2013 | Spielfilm | R: R. Olshan
Vier Tage im Mai | 2011 | R: A. v. Borries | X-Filme
Sturm der Liebe | 2009-10 | Bavaria Film

SPRECHEN:
Vielfalt macht Schule | Sprecher | 2015 | Film/DVD | 5050media
Populärmusik aus Vittula (Mikael Niemi) | 2015 | Literaturmarathon WDR
Unter Wasser (Chris Inken Soppa) | 2015 | Literaturmarathon WDR
Weine nicht um die vergossene Milch | 2013 | NDR, SWR | R: A. Schumacher
Große kleine Schwestern | 2013 | Feature | NDR | R: L. Koppelmann
Bosnien-Blues | 2013 | Feature | NDR | R: G. Maio
Hommage á Paul Hindemith | 2013 | NDR Radiophilharmonie

SONSTIGE SEIT 2012 GEARBEITETE ROLLEN:
Rotpeter | Bericht für eine Akademie | Franz Kafka
Kreon | Antigoné | Sophokles
Hamlet | Hamlettmaschine | Heiner Müller
Léonce | Léonce und Lena | Georg Büchner
Vater Mutter Kind | Amoklauf mein Kinderspiel | Thomas Freyer
Eraste | Die Lästigen | J.-B. Molière
Gebrüder Moor | Die Räuber | Friedrich von Schiller
Der Falke | Fremdes Haus | Dea Loher
Erste Stimme | Unter dem Milchwald | Dyllan Thomas

PREIS BEIM SCHAUSPIELSCHULTREFFEN:
Die Studierenden des 3. Studienjahres haben in Berlin beim Schauspielschultreffen 2013 mit dem Projekt „Nach Moskau!?“ den Publikumspreis / Preis der Studierenden gewonnen.

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Wer kennt sie nicht, die drei Schwestern und ihre Sehnsucht. „Nach Moskau! Nach Moskau!“ Heraus aus dem eingeschränkten Leben in der russischen Provinz, weg von der herrschsüchtigen Schwägerin, die sie mehr und mehr aus ihrem Haus verdrängt. Weg von dem spielsüchtigen Bruder, der ihren Anteil am Erbe verspielt hat. Nie werden sie nach Moskau kommen. Und auch die zweite Hoffnung auf ein erfülltes Leben durch Arbeit wird scheitern. Eine realistische Bühne, ein kleiner Guckkasten mit zwei Zimmern, Enge. Dann nur das Bett der Schwestern Olga und Irina, ihre Insel im sturmgepeitschten Alltag. Obwohl die Schauspieler vom ersten Akt gerade mal den Schluss andeuten, den vierten hier ganz weglassen mussten, geht nichts vom Kern der Geschichte verloren. Sich selbst betrügen und betrogen werden.

Schön drastisch gelingt den Schauspielern der Versuch im Haus der Schwestern, durch Geselligkeit etwas Heiterkeit, Ausgelassenheit zu beschwören, bis hin zum Tanz von Irina auf dem Tisch. Insgesamt herrscht eine manchmal etwas derbe Tragikomik, ein bisschen viel Russen-Klischee, dann gelingt wieder eine Zartheit, ein hübsch zweideutiges Spiel mit dem Text. Der bemüht sachlich geführte Dialog von Mascha und dem Oberst etwa wird begleitet von sexuellen Handgreiflichkeiten. Sehr komisch! Insgesamt ist die Spielweise des Ensembles etwas zu unterschiedlich, einige neigen zur komischen Nummer, andere füllen ihre Figur mehr psychologisch. Auch bemerkenswert, wie selbstverständlich Samuel Koch in das Ensemble integriert ist. Als illusionsloser Arzt im Rollstuhl zeigt er eine überzeugende Leistung. Er fährt aggressiv, er fährt komisch und immer virtuos. Jeder Blick, jeder Satz kommt ganz von innen, trocken und leise. Große Begeisterung und Preis der Studierenden für einen heiteren, temperamentvollen Tschechow.